Research at Saarland University

Forschung mit Wirkung: innovativ, europäisch und regional verankert

Die Universität des Saarlandes steht für interdisziplinäre Spitzenforschung mit gesellschaftlicher Relevanz und einem ausgeprägten europäischen Profil. Ihre Lage im Herzen Europas und die direkte Nachbarschaft zu Frankreich machen sie zu einem idealen Standort für grenzüber­schreitende Kooperationen, Grenzraumforschung und europabezogene Wissenschaft. In den Forschungsschwerpunkten BioMed, Informatik, Interdisziplinäre Europaforschung und Nachhaltigkeit sowie weiteren Profilbereichen adressiert die Universität zentrale Herausforderungen unserer Zeit.

Über 1.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt arbeiten hier in einem innovationsfreundlichen Umfeld. Sie forschen in Verbundvorhaben wie Sonderforschungs­bereichen und Graduiertenkollegs der DFG oder Projekten des Europäischen Forschungsrats. Ergänzend gewinnen insbesondere landesfinanzierte Transformationsprojekte an Bedeutung: Von Kreislaufwirtschaft über Quantentechnologie bis hin zur innovativen Verknüpfung von Sozialwissenschaften und Informatik stärken sie den Wissenstransfer in die saarländische Wirtschaft und fördern regionale Innovationen mit gesellschaftlicher Wirkung.

    • Forschungskultur

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News aus der Forschung

Portrait von Peter P. Orth (links) und Markus Bläser
Quantencomputer können manches besser als klassische Computer, aber vieles eben auch noch nicht. Wissenschaftler der Saar-Universität wollen nun gemeinsam mit den Industriepartnern BMW, Infineon und dem Quantencomputer-Start-up planqc beide Welten zusammenbringen. Ein Quantencomputer soll klassischen Rechnern dabei helfen, hochkomplexe Optimierungsherausforderungen aus dem Industrie-Alltag zu bewältigen. Gefördert wird das Projekt mit 2,3 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium. [...]
Hsin Fang Chang und Elmar Krause im Labor
Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in den westlichen Ländern. Häufig entsteht der Eindruck, unser Körper sei dieser Krankheit schutzlos ausgeliefert. Der menschliche Organismus ist jedoch durchaus in der Lage, Krebszellen über lange Zeit erfolgreich zu bekämpfen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität des Saarlandes haben nun einen solchen körpereigenen Abwehrmechanismus gegen Krebs entdeckt. Er könnte Grundlage für neue Therapien sein. [...]
Schematische Darstellung eines neuartigen Hydrogels
Viele Erkrankungen, von chronischen Wunden etwa infolge von Diabetes bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, entstehen, weil geschädigtes Gewebe im Körper nicht mehr stabil aufgebaut werden kann. Statt zu heilen, wird die körpereigene Struktur durch ein Ungleichgewicht in den körpereigenen Regulationsmechanismen zunehmend abgebaut. Ein Forschungsteam der Universität des Saarlandes hat nun gemeinsam mit Partnern ein Gel entwickelt, das diesen Prozess stoppen und so die Heilung beschleunigen kann. [...]
Porträtfoto
Adults with ADHD often have difficulty concentrating and structuring their daily lives. Many people with ADHD require therapy, yet places for the service are scarce. According to a recent clinical study involving 337 adults, a digital intervention can provide immediate support and has been shown to be as effective as behavioural therapy. Saarland University's Roberto D'Amelio was the study's lead author and the renowned journal Psychological Medicine published the study's findings. [...]
Mikroskopische Aufnahme einer Peroxidase
Scientists from Saarland University, RPTU Kaiserslautern–Landau, VIB-VUB Brussels and collaborating institutions have discovered that important enzymes in our cells, known as peroxiredoxins, can combine more flexibly than previously assumed. The discovery shows how cells create molecular diversity and fine-tune stress responses.
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    • University bibliography

      Research publications by members of Saarland University

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Unsere Forschung im Magazin "campus"

Diamanten aus Dreck? Zwei Millionen Euro für Chemieforschung

Ein Team um Dominik Munz, Professor für Koordinationschemie an der Universität des Saarlandes, wird in den kommenden Jahren nach Wegen suchen, um aus billiger Kohle wertvolle Materialien wie Diamanten zu machen, die zum Beispiel in der Industrie eine wichtige Rolle spielen. Dafür erhält Dominik Munz nun einen ERC Consolidator Grant der Europäischen Union. Rund zwei Millionen Euro fließen für fünf Jahre an seinen Arbeitskreis.

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Weltraumflüge verändern den Organismus

Wie sich ein längerer Aufenthalt im All auf den Organismus auswirkt, wird auf der Raumstation ISS erforscht. Ein Team um Bioinformatiker Andreas Keller an der Universität des Saarlandes hat gemeinsam mit Kollegen der Stanford University untersucht, wie sich bei einem Weltraumflug der Austausch von Geninformationen im Inneren von Zellen verändert. Ihre Erkenntnisse haben sie im renommierten Fachjournal “Nature Communications” veröffentlicht. 

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Emmy-Noether-Programm der DFG fördert Forschungsarbeit zum Genderbegriff

Gender, das soziale Geschlecht, bestimmt viele Aspekte unseres Lebens: vom Namen, den wir bei der Geburt erhalten, der Kleidung, die wir tragen, bis zur Ausbildung, die wir absolvieren. Geschlecht ist etwas zutiefst Persönliches und zugleich politisch umstritten. Die Philosophin Viktoria Knoll, Forscherin der Universität des Saarlandes, will das nun auf grundlegende Weise tun. Sie wird dafür mit rund einer Million Euro aus dem Emmy-Noether-Programm der DFG gefördert.

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Vorläufer der Schrift ist über 40.000 Jahre alt

Schon vor rund 40.000 Jahren ritzten unsere frühen Vorfahren Zeichen in Werkzeuge und Skulpturen. Diese Zeichenabfolgen weisen die gleiche Komplexität und Informationsdichte auf wie die früheste Proto-Keilschrift um 3.000 vor Christus – also zehntausende Jahre später. Dies fanden der Sprachforscher Christian Bentz von der Universität des Saarlandes und die Archäologin Ewa Dutkiewicz vom Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin heraus. Über 3.000 Zeichen auf 260 Objekten untersuchte das Team mit Computermethoden und kam so der DNA der Schrift auf die Spur. 

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Parkinson-Erkrankung hat komplexe Ursachen

Parkinson ist nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Allein in Deutschland sind etwa 400.000 Menschen betroffen. Die Biochemikerin Rita Bernhardt und die Genetikerin Julia Schulze-Hentrich haben in verschiedenen Publikationen gezeigt, dass Parkinson nicht nur genetische oder umweltbedingte Ursachen hat, wie bisher angenommen. Vielmehr ist die Erkrankung die Folge eines komplexen Zusammenspiels.

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Trotz der Sprachenvielfalt hat Grammatik oft ähnliche Strukturen

In rund 1.700 Sprachen hat ein Forscherteam aus Saarbrücken und Leipzig nach Strukturen gesucht, die darauf hindeuten, dass sie in allen Sprachen auftreten. Von 191 grammatikalischen Mustern, den sogenannten Sprachuniversalien, fand sich ein Drittel in den untersuchten Sprachen wieder. Das Team unter Leitung von Annemarie Verkerk von der Saar-Universität und Russell Gray vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie hat die Studie jetzt veröffentlicht.

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Materialforscher trainieren KI mit Bilddaten

Bei rund 5.000 Stahlsorten kommt es im Herstellungsprozess auf Nuancen an. Um neue Eigenschaften zu kreieren oder die konstante Qualität zu sichern, werden die Stähle mit verschiedenen Bildgebungsverfahren analysiert. Frank Mücklich und sein Forschungsteam haben dazu über viele Jahre eine umfassende Expertise aufgebaut. Mit ihren mikroskopischen Analysedaten konnten sie eine KI so trainieren, dass sie kleinste Veränderungen im Stahl aufspürt.

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Drei Wissenschaftler der Saar-Universität zählen zu den "Highly Cited Researchers"

Exzellente Forschungsleistungen werden im akademischen Umfeld unter anderem daran gemessen, wie häufig Publikationen zitiert werden. Auf die Liste der "Highly Cited Researchers" werden jährlich die Top-Forscherinnen und -Forscher bestimmter Fachgebiete aufgenommen, deren Publikationen weltweit am häufigsten von anderen Wissenschaftlern angeführt wurden. Auch in diesem Jahr wurden wieder drei Forscher der Saar-Universität in die Liste aufgenommen.

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Vizepräsident für Forschung und gesellschaftliche Verantwortung

Der Vizepräsident ist zuständig für die Förderung der Forschung an der Universität des Saarlandes in ihrer gesamten Breite. Zu seinen Aufgaben gehören alle Themen rund um die Forschung – von Infrastruktur bis Forschungskultur. Als Vorsitzender des Forschungsausschusses setzt er sich dafür ein, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für exzellente Forschung zu schaffen. Darüber hinaus verantwortet er die sogenannte Third Mission der Universität – also die aktive Rolle der Hochschule im gesellschaftlichen Dialog. Als Schirmherr der Veranstaltungsreihe "UdS im Dialog" bringt er Forschungsthemen aus der Universität in die Stadtgesellschaft ein und fördert so den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

Vizepräsident

Dezernat Forschungsmanagement

Das Dezernat Forschungsmanagement ist zentrale Anlaufstelle für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in allen Phasen drittmittelgeförderter Forschungsprojekte. Es bündelt Expertise und Unterstützungsleistungen in den Bereichen Forschungsförderung und Forschungskultur, Vertragsmanagement und klinische Studien sowie Drittmittelverwaltung. Erste Anlaufstelle in der Antragsphase ist die Förderberatung. Auch die Betreuung der zentralen Forschungsinfrastruktur der Universität liegt beim Dezernat. Zudem berät es das Präsidium bei hochschulpolitischen Fragen im Bereich Forschung und begleitet die Umsetzung der gesamtuniversitären Forschungsstrategie.

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