Research at Saarland University

Forschung mit Wirkung: innovativ, europäisch und regional verankert

Die Universität des Saarlandes steht für interdisziplinäre Spitzenforschung mit gesellschaftlicher Relevanz und einem ausgeprägten europäischen Profil. Ihre Lage im Herzen Europas und die direkte Nachbarschaft zu Frankreich machen sie zu einem idealen Standort für grenzüber­schreitende Kooperationen, Grenzraumforschung und europabezogene Wissenschaft. In den Forschungsschwerpunkten BioMed, Informatik, Interdisziplinäre Europaforschung und Nachhaltigkeit sowie weiteren Profilbereichen adressiert die Universität zentrale Herausforderungen unserer Zeit.

Über 1.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt arbeiten hier in einem innovationsfreundlichen Umfeld. Sie forschen in Verbundvorhaben wie Sonderforschungs­bereichen und Graduiertenkollegs der DFG oder Projekten des Europäischen Forschungsrats. Ergänzend gewinnen insbesondere landesfinanzierte Transformationsprojekte an Bedeutung: Von Kreislaufwirtschaft über Quantentechnologie bis hin zur innovativen Verknüpfung von Sozialwissenschaften und Informatik stärken sie den Wissenstransfer in die saarländische Wirtschaft und fördern regionale Innovationen mit gesellschaftlicher Wirkung.

    • Forschungskultur

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News aus der Forschung

Im Labor
Das Protein IMP2 spielt eine Schlüsselrolle für das Tumorwachstum. Das Forschungsteam von Professorin Alexandra K. Kiemer von der Universität des Saarlandes fand heraus: Bilden Fresszellen des Immunsystems, die sogenannten Makrophagen, in unmittelbarer Umgebung von Krebszellen dieses Protein, wächst der Tumor unter Laborbedingungen schneller. Das Team vermutet, dass das Protein es den Makrophagen erleichtert, in den Tumor einzudringen und dessen Wachstum zu unterstützen. [...]
Eine Mitarbeiterin im Labor hält Reagenzgläser mit einer farbigen Flüssigkeit hoch.
Industrielle Farben und Pigmente belasten die Umwelt in nicht unerheblichem Maße. Ihre Herstellung ist häufig energieintensiv und ressourcenaufwendig. Ein Forschungsverbund aus Wissenschaft und Industrie möchte dies ändern. Unter der Leitung von Christoph Wittmann, Professor für Systembiotechnologie an der Universität des Saarlandes, sollen Bakterien dazu gebracht werden, Farbpartikel aus Nebenströmen der holzbasierten Zellstoffherstellung zu produzieren. Start ist am 1. März 2026. [...]
Animierte Abbildung einer Molekülstruktur
Interleukin-1 alpha ist ein Botenstoff, der vor allem für die Steuerung von Entzündungsreaktionen in unserem Körper verantwortlich ist. Ein Forschungsverbund der Universität des Saarlandes und der TU Dresden möchte herausfinden, was genau an der Innenwand von Blutgefäßen vonstattengeht, wo IL-1 alpha eine Rolle bei Entzündungen der Blutgefäße spielt, die bislang nur wenig erforscht wurde. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt ab dem Herbst 2026 mit rund 500.000 Euro. [...]
Vorder- und Rückseite der Elfenbeinplatte mit mehreren Reihen von Kerben und Punkten
Over 40,000 years ago, our early ancestors were already carving signs into tools and sculptures. According to a new analysis by linguist Christian Bentz at Saarland University and archaeologist Ewa Dutkiewicz at the Museum für Vor- und Frühgeschichte (Museum of Prehistory and Early History) in Berlin, these sign sequences have the same level of complexity and information density as the earliest proto-cuneiform script that emerged tens of thousands of years later, around 3,000 B.C.E. [...]
Zwei rothaarige Zwillinge (Mädchen) sitzen auf einer Wiese.
Twins can help science understand whether our lives are more strongly influenced by genetic factors or environmental factors. Researchers, including Saarland University Professor Frank Spinath, are building a nationwide twin registry for studies exploring these questions. Spinath is looking for twins of all ages who are willing to participate in scientific studies. Twins interested in participating can register in the Gertrud portal, where they can view upcoming studies. [...]
    • University bibliography

      Research publications by members of Saarland University

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Unsere Forschung im Magazin "campus"

Diamanten aus Dreck? Zwei Millionen Euro für Chemieforschung

Ein Team um Dominik Munz, Professor für Koordinationschemie an der Universität des Saarlandes, wird in den kommenden Jahren nach Wegen suchen, um aus billiger Kohle wertvolle Materialien wie Diamanten zu machen, die zum Beispiel in der Industrie eine wichtige Rolle spielen. Dafür erhält Dominik Munz nun einen ERC Consolidator Grant der Europäischen Union. Rund zwei Millionen Euro fließen für fünf Jahre an seinen Arbeitskreis.

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Weltraumflüge verändern den Organismus

Wie sich ein längerer Aufenthalt im All auf den Organismus auswirkt, wird auf der Raumstation ISS erforscht. Ein Team um Bioinformatiker Andreas Keller an der Universität des Saarlandes hat gemeinsam mit Kollegen der Stanford University untersucht, wie sich bei einem Weltraumflug der Austausch von Geninformationen im Inneren von Zellen verändert. Ihre Erkenntnisse haben sie im renommierten Fachjournal “Nature Communications” veröffentlicht. 

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Emmy-Noether-Programm der DFG fördert Forschungsarbeit zum Genderbegriff

Gender, das soziale Geschlecht, bestimmt viele Aspekte unseres Lebens: vom Namen, den wir bei der Geburt erhalten, der Kleidung, die wir tragen, bis zur Ausbildung, die wir absolvieren. Geschlecht ist etwas zutiefst Persönliches und zugleich politisch umstritten. Die Philosophin Viktoria Knoll, Forscherin der Universität des Saarlandes, will das nun auf grundlegende Weise tun. Sie wird dafür mit rund einer Million Euro aus dem Emmy-Noether-Programm der DFG gefördert.

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Parkinson-Erkrankung hat komplexe Ursachen

Parkinson ist nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Allein in Deutschland sind etwa 400.000 Menschen betroffen. Die Biochemikerin Rita Bernhardt und die Genetikerin Julia Schulze-Hentrich haben in verschiedenen Publikationen gezeigt, dass Parkinson nicht nur genetische oder umweltbedingte Ursachen hat, wie bisher angenommen. Vielmehr ist die Erkrankung die Folge eines komplexen Zusammenspiels.

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Trotz der Sprachenvielfalt hat Grammatik oft ähnliche Strukturen

In rund 1.700 Sprachen hat ein Forscherteam aus Saarbrücken und Leipzig nach Strukturen gesucht, die darauf hindeuten, dass sie in allen Sprachen auftreten. Von 191 grammatikalischen Mustern, den sogenannten Sprachuniversalien, fand sich ein Drittel in den untersuchten Sprachen wieder. Das Team unter Leitung von Annemarie Verkerk von der Saar-Universität und Russell Gray vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie hat die Studie jetzt veröffentlicht.

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Materialforscher trainieren KI mit Bilddaten

Bei rund 5.000 Stahlsorten kommt es im Herstellungsprozess auf Nuancen an. Um neue Eigenschaften zu kreieren oder die konstante Qualität zu sichern, werden die Stähle mit verschiedenen Bildgebungsverfahren analysiert. Frank Mücklich und sein Forschungsteam haben dazu über viele Jahre eine umfassende Expertise aufgebaut. Mit ihren mikroskopischen Analysedaten konnten sie eine KI so trainieren, dass sie kleinste Veränderungen im Stahl aufspürt.

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Drei Wissenschaftler der Saar-Universität zählen zu den "Highly Cited Researchers"

Exzellente Forschungsleistungen werden im akademischen Umfeld unter anderem daran gemessen, wie häufig Publikationen zitiert werden. Auf die Liste der "Highly Cited Researchers" werden jährlich die Top-Forscherinnen und -Forscher bestimmter Fachgebiete aufgenommen, deren Publikationen weltweit am häufigsten von anderen Wissenschaftlern angeführt wurden. Auch in diesem Jahr wurden wieder drei Forscher der Saar-Universität in die Liste aufgenommen.

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Forscher aus Saarbrücken knacken Dreikörper-Berechnungen

Dreikörper-Wechselwirkungen zwischen Teilchen treiben Simulationszeiten in die Höhe. Ein Team aus Saarbrücken und Neuseeland hat nun einen Weg gefunden, diese komplizierten Berechnungen massiv zu beschleunigen und somit Materialien am Computer deutlich schneller zu simulieren. Berechnungen, die vorher einen Monat auf einem Supercomputer benötigten, brauchen so nur noch wenige Minuten auf einem handelsüblichen Laptop.

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Europa fördert neuartige Kühlaggregate mit "ERC Starting Grant"

Flach, leicht und kompakt sollen die Kühlaggregate sein, die Professor Paul Motzki von der Universität des Saarlandes mit der Förderung des "ERC Starting Grants" des Europäischen Forschungsrates entwickeln wird, einem der renommiertesten Forschungspreise der EU. Der Forscher will die neue klimaschonende Kühl- und Heiztechnologie Elastokalorik, zu deren Pionieren er zählt, mit einer einzigartigen Technologiekombination vorantreiben.

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Lehrprojekt XRISE als "Freiraum-Projekt" der Stiftung Innovation mit 340.000 Euro gefördert

Mit einer VR-Brille die Industrieanlage aus der Ferne warten oder mit "Augmented Reality" durch die echte Welt navigieren – was in der Arbeitswelt und dem privaten Umfeld längst gelebter Alltag ist, findet in Klassenzimmern noch wenig statt. Dies will das neue Lehrprojekt XRISE der Universität des Saarlandes ändern, das Lehramtsstudierende mit IT-Experten und Psychologen zusammenbringt. 

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Drei neue Fellows in der Max Planck School "Matter to Life"

Die Max Planck School "Matter to Life" ist eine von drei internationalen Doktorandenschulen der Max Planck Schools – ein gemeinsames Graduiertenprogramm deutscher Universitäten und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen. Die Physik-Professorinnen Karin Jacobs und Franziska Lautenschläger sowie der promovierte Biologe Oskar Staufer vom Leibniz-Institut für Neue Materialien sind zu Fellows berufen worden.

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Vizepräsident für Forschung und gesellschaftliche Verantwortung

Der Vizepräsident ist zuständig für die Förderung der Forschung an der Universität des Saarlandes in ihrer gesamten Breite. Zu seinen Aufgaben gehören alle Themen rund um die Forschung – von Infrastruktur bis Forschungskultur. Als Vorsitzender des Forschungsausschusses setzt er sich dafür ein, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für exzellente Forschung zu schaffen. Darüber hinaus verantwortet er die sogenannte Third Mission der Universität – also die aktive Rolle der Hochschule im gesellschaftlichen Dialog. Als Schirmherr der Veranstaltungsreihe "UdS im Dialog" bringt er Forschungsthemen aus der Universität in die Stadtgesellschaft ein und fördert so den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit

Vizepräsident

Dezernat Forschungsmanagement

Das Dezernat Forschungsmanagement ist zentrale Anlaufstelle für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in allen Phasen drittmittelgeförderter Forschungsprojekte. Es bündelt Expertise und Unterstützungsleistungen in den Bereichen Forschungsförderung und Forschungskultur, Vertragsmanagement und klinische Studien sowie Drittmittelverwaltung. Erste Anlaufstelle in der Antragsphase ist die Förderberatung. Auch die Betreuung der zentralen Forschungsinfrastruktur der Universität liegt beim Dezernat. Zudem berät es das Präsidium bei hochschulpolitischen Fragen im Bereich Forschung und begleitet die Umsetzung der gesamtuniversitären Forschungsstrategie.

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