Band 9/2009

Europa zwischen Fiktion und Realpolitik/L’Europe - fictions et réalités politiques

Hg. von Roland Marti und Henri Vogt. Bielefeld: transcript, 2010. 320 S., kart., 30,80 €. ISBN: 978-3-8376-1420-6

Europa ist in den vergangenen Jahren zu einem dominierenden Thema geworden. Verantwortlich dafür ist vor allem der Prozess der europäischen Einigung, der zunächst wirtschaftlich, zunehmend aber auch politisch gesehen wurde. Ein kulturell fundiertes Europa-Verständnis hingegen wird zwar rhetorisch immer wieder ins Spiel gebracht, bleibt aber eigenartig unscharf.

Dieser Band bringt politische, historische und kulturelle Aspekte des modernen Europas zusammen und trägt so zu einem ganzheitlicheren Bild bei. Sein Titel spielt bewusst mit der Mehrdeutigkeit des Begriffspaars ‚Fiktion’ und ‚Realität’: Auf der einen Seite kann literarische Fiktion eng mit politischer Realität bzw. Realitätsdarstellung verbunden sein; andererseits ist ‚Realpolitik’ oft mit ‚Fiktion’ – Mythen, Stereotypen, Traditionen – durchsetzt.

Roland Marti ist Professor für Slavistik an der Universität des Saarlandes. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die historisch-vergleichende slavische Sprachwissenschaft und das ältere slavische Schrifttum, Sprachsoziologie und Sorabistik.

Henri Vogt ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Turku/Finnland und war 2008/2009 Inhaber der Gastprofessur Europaicum an der Universität des Saarlandes. Im Zentrum seiner Forschungsarbeit stehen Aspekte der Demokratisierung in Osteuropa und der europäischen Integration, speziell die Außenpolitik der Europäischen Union.

Mit Beiträgen von Marc Maufort, Ulrich Nortmann, Anne Tomiche, Hans Wassmund u. a.

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Inhaltsverzeichnis und Abstracts

1. Vorwort der Herausgeber

2. Themenschwerpunkt: Europa zwischen Fiktion und Realpolitik

3. Rezensionen